Tagebuch - Tag 3 (Teil 2) Rückblicke und Gespenster

von Nico Morawa

8. ewag Kamenz Ferienfußballcamp,
14. – 21.Juli 2018 Fuhlendorf am Darß, Camp Seeigel
Tagebuch - Tag 3 (Teil 2) Rückblicke und Gespenster

Nachzutragen mit unserem nächtlichen Highlight sind sechs Begebenheiten: 

1) Unser Jungpraktikant machte sowohl wegen Übereifer, als auch wegen erneutem Sabotageversuch auf sich aufmerksam. Früh wollte er Lob, weil seine Gruppe überpünktlich am Treff war. Hilft nichts: Pünktlich heißt nicht überpünktlich! Zudem wollte er unseren heiligen Regiobus beschädigen: Er stand mit Fußballschuhen vor der Tür!!! 
Das gab es noch nie in der Geschichte unseres ewag Kamenz Fußballcamps. Nach dem Training aber mussten alle ewag – Camper auf ihn warten, weil er im Zingster Kabinentrakt für den Wechsel von Trainings- und/ in Stranduniform länger brauchte, wie eine ganze Mädels - Staffel „Germanys Topmodel.“. 

2) Wegen eines Schlüpfers hätten wir fast nicht zum Strand gehen können. Unser General prüfte vor dem Verlassen der Sportanlage in Zingst die Ordnung. Er fand eine Unterhose. Alle Halt! Bis derjenige gefunden wurde, der zugab, derzeit drunter ohne zu laufen, verging einige Zeit. Dank seiner unmittelbaren Ehrlichkeit übernahm er sein Textil, verstaute es im Rucksack und wir konnten gen Strand gehen.

3) Aufgrund der Temperaturen um die 30 Grad konnten wir Dank dem Kamenzer OBI Baumarkt jeweils eine mobile Abkühlungsanlage inklusive Wasser neben jedem Bungalow installieren.

4) Die Fischstäbchen mit selbst gequirltem Kartoffelbrei und frischer Möhrenrohkost waren lecker………….. (von den knapp 400 gingen die allerletzten Gretenlosen abends im Vorbeigehen Richtung Tischtennisplatte per Fingerfood weg)

5) ……….. doch unser Pressechef erwartete Ersatzfleisch als ausgewiesener Fischfeind. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Warten war vergeblich. Heißhungrig blickte er beim Verschlingen von Kartoffelmatsche und geschnetzelten Möhren auf die Küchentür, die sich für ihn samt Fleischangebot oder Schnitzel öffnen sollte. Diese bewegte sich aber zu seinem Leidwesen nicht. Der so schon sehr, sehr zart proportionierte Leidgenosse musste sich vor der nächtlichen Herausforderung wirklich und kaum vorstellbar ohne jegliches Fleisch begnügen.

6) Opa Josel hat sein traditionelles Tischtennisturnier eröffnet.
Mit dieser in Punkt 4 und 5 erwähnten schlechten Ausgangslage ging es aber trotzdem vereint  zum abendlichen Kommandoeinsatz. Die verfeindeten Gruppierungen der Erwachsenen verließen das Camp 21:45 Uhr durch einen Nebenausgang. Verstärkt wurden sie durch die hier im Urlaub befindliche Windmühlenchefin vom Kamenzer Kaufland samt familiärem Nachwuchs. Sie und die Geister der Löffel – Gang samt Busfahrer bezogen ihre Stellungen im benachbarten Waldstück. Die Campleitung weckte mit den verantwortlichen Trainern alle Gruppen für den Ernstfall und schickte sie zum Startpunkt.Teils wach und freudig, teils Schlaftrunken  irritiert, traten unsere Camper den Weg zu den Gespenstern an. 

Aus der Ferne war für den im Seeigel verbliebenem Weckdienst viel Geschrei zu hören.Dies sorgte auch bei den jeweils folgenden Gruppen für eine gewisse Unruhe.Keine Sorge – alle ewag-Camper, selbst die Geister – Attrappen, sind wohlbehalten zur Zeit dieser Zeilen im Tiefschlaf. Doch die Wahrnehmungen waren sehr interessant. 

Unsere Jüngsten widerstanden allen Angriffen, aber die selbst ernannten, etwas älteren „Coolen“ taten sich im dunklen Dickicht schwer.

Fazit: Alle gesund, aber müde im Camp! 


Sommerliche Ostsee – Grüße
Das Tagebuch, Gojko Sinde & Team
Bilder: Nico Morawa

PS 1: Alle Nachtwanderer wurden mit einem blinkenden Präsent für das nächtliche Aufstehen und die Gruselei entschädigt.
PS 2: Danke Küchencrew – zum Erschrecken seid ihr genial!

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