Tagebuch Tag 4 Teil II

von Gojko Sinde

9.ewag Kamenz Ferienfußballcamp, 21. – 28.Juli 2019 - Fuhlendorf am Darß / Tagebuch - Tag 4-Teil 2

Bevor unser Camp-Regio über den Rügendamm schwebte, reduzierten beim Stralsunder famila die Kinder nochmals ihr Barvermögen erheblich. Chips, Getränke und weitere süße Leckereien wurden Kiloweise verladen.

Nach Ankunft und einem Erinnerungsfoto in Störtebekers Piratenheimat Ralswiek gab es eine Stunde Freizeit. Es waren wie jedes Jahr die Händler von Gummischlangen in allen Farben und Popcorn, die mit unseren Jungs wohl ihr Geschäft der Saison gemacht hatten und überglücklich noch vor Klaus Störtebekers Landung die Stände schlossen und zum Feiern übergingen. Geruhsamer ließen es die Betreuer bei einer frischen Fischsemmel angehen.

18 Uhr gab es eine Versorgung der Kinder mit allem, was zu einer ordentlichen Stärkung gehört.

Dann enterten wir das Festspielgelände. Eigentlich wussten wir, dass die Piraterie 20 Uhr seinen Anfang mit lautem Knall hat, doch eine Viertelstunde vor dem Seespektakel krachte es nahe unseres Kommandos. Keine Sorge –wir lagen nicht unter Beschuss. Lediglich ein eigentlich fester Klappstuhl des Festspielgeländes gab dem Gewicht seiner sichtbar fülligen Mehrbelastung durch eine weibliche Person nach. So waren wir aber auf die folgenden Schlachten mit Kanonenfeuer, Mörsern und Handwaffen vorbereitet. Da wir schon den Flyer für 2020 vorab in Gewahrsam nahmen, machten wir uns bei aller Piraterie keine Sorgen um das Wohl von Klaus Störtebeker. So kam es auch. Er überstand die Rettung Stockholms trotz Sabotageversuchen schadlos. und gemeinsam mit ihm, Lippi und allen Darstellern bestaunten wir das Feuerwerk.

Etwas beunruhigend für uns waren zwei Durchsagen während der Pause des Festspielspektakels. Jeweils ein Kind wartete beim DRK auf Abholung durch Erziehungsberechtigte. Zum einen hörten wir keinen unserer ewag-Camper und zusätzlich hatte sich wegen Ortskenntnis die Campleitung in die Nähe dieses Sammelpunktes für Versprengte und Abhandengekommene beobachtend begeben. Mit Erstaunen, ja Entsetzen stellten wir fest, dass unsere 48 Jungcamper gut behütet in unserer Sichtweite waren, jedoch eins der beiden uns fremden Kinder trotz der abholenden Mutti, Vati und Oma verschollen gehen konnte und erst durch das DRK wieder durch die drei in die Mitte genommen werden konnte.

22:45 Uhr gab es am Bus noch für alle Willigen einen zusätzlichen Abendimbiss durch die Küchengang im Außendienst.  Zuerst wunderten wir uns dabei über die Ruhe vom Chef  dieser Splittergruppe, doch dann offenbarte er uns sein schlechtes Gewissen. Während der Vorführung gab die böse Königin Klaus und seinen Kumpels ein Gourmetessen aus, um zu verhandeln. Die durch Königins Chefkoch genannten Gerichte waren ihm neu und er verzweifelte an seiner Ist-Situation. Zum Glück bauten ihn die strahlenden Kinder- und Betreueraugen Dank Nachtschnitzel – Brötchen wieder auf. Lemmerchen & Küchengefolge – Kopf hoch – wir sind eine andere Zielgruppe als die intrigante Königin, die zum Glück unseren Klaus nicht überlisten konnte.

Im Regioshuttle gingen dann außer beim Steuermann fast alle Äuglein zu. Lediglich die Bilder und diese Zeilen wurden mit mobilen Endgeräten auf dem Schoß während der Heimfahrt bearbeitet. Gespannt sind wir, wieviel Kinder wir ins Bett tragen müssen. Dazu dann mit den Infos vom Donnerstag.

Euer Tagebuch-Team (Bilder A.L.BZ.WFV)

Das Tagebuch mit aktuellen Bildern gibt es auch auf www.wf-verband.de – der Internetseite des Westlausitzer FV e.V.

PS 1: Durch interne geheime Kanäle wurde heimatliche Beunruhigung zum notwendigen Beachten der Zahnputzpflicht für alle Kinder durch Mitglieder des Betreuerstabes der Campleitung heimlich getuschelt. Besonders durch die meist sehr süßen Einkäufe wird darauf sehr geachtet. Die Zahnputzfee ist permanent vor Ort. Es wird nicht nur regelmäßig geduscht!

PS 2:  Sollte sich heute der ein, oder andere Tippfehler mehr eingeschlichen haben, lag dies an dem Ort dieser Niederschrift. Auf der Fahrt ab 23 Uhr ins Camp zurück hat der Autor versucht, die richtigen Tasten zu treffen.

PS 3: Der seit neun Jahren erprobte wahnsinnig umsichtige Busfahrer gibt uns Denkaufgaben auf. Nicht zum ersten Mal unterstützte er die Küchengang bei umfangreichen Arbeiten zur Vorbereitung, Ausgabe und Nachbereitung der Raubtierfütterungen. Hoffentlich wechselt er nicht den Beruf.

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