Tagebuch - Tag 6 (Teil 2), Wir enterten Ralswiek

von Gojko Sinde

8. ewag Kamenz Ferienfußballcamp, 14. – 21.Juli 2018
Fuhlendorf am Darß, Camp Seeigel
Tagebuch - Tag 6 (Teil 2), Wir enterten Ralswiek

Zum Zeitpunkt des Beginns dieser zweiten heutigen getippten Zeilen wurde gerade das Abendbrot ausgegeben, um den 56 ewag-Campkindern den Weg zu den überteuerten Pommes - Ständen und Gummischlangen – Buden im Ralswieker Festgelände schwer zu machen. Es sollte die unnötige Verschwendung vom Taschengeld vermieden werden. Unsere mobile Verpflegung ist sensationell. Die Masse des ewag Camp - Trosses griff auch eher auf unsere Würstchen, Melonen, Bouletten, Brötchen, Knoppers und vieles mehr zurück - was wir so alles mitgeführt haben.
Zur Ergänzung der Nahrungsmöglichkeiten hielten wir auf dem Weg zu Klaus Störtebeker auch nochmal an einem Discounter an. Falls es auf Rügen noch irgendwo Chips geben sollte, wäre es gut, wenn unseren Kindern dies jemand ausrichtet.

18 Uhr stürmten wir die Ralswieker Naturbühne. Adlershow und Stötebekers nächster Kampf rund um Stralsund, Dänemark, Schweden wurde von uns begeistert verfolgt. Etwas unruhig war die Campleitung vorab, meldete doch unser Praktikant 57 statt 56 Kinder beim Einsteigen vor Abfahrt gen Rügen. Erleichtert konnte festgestellt werden, dass diese vermeintliche, zahlenmäßige Zunahme unserer Kids nur durch einen Scherz des Generals entstand. Einen unserer Zwillinge schickte er nach dem ersten gezählten Eintreten in den Bus nochmals über die Hintertür am zählenden Blick unseres Jungtrainers vorbei. Kurzfristig, spontan und völlig überfordert rief Tony:“57, einer zu viel.“ Wir erleichterten ihn mit einem schallenden Lächeln…. Wie schon mitgeteilt, unser Jung – Prakti macht das sehr gut.

Die geniale Vorstellung von Klaus und seinen Piraten genossen wir in völliger Entspannung. Das Feuerwerk im Anschluss rundete diesen wieder unvergesslichen Abend ab.
Gerade jetzt wird nochmals ein nächtlicher Imbiss angeboten. Die Küchengang macht das super, hat alles im Griff. Wobei wir im Dunklen nicht feststellen konnten, was von unseren Schürzenjägern serviert wurde.

Nachdem wir die anderen 4000 Zuschauer des Nachts abmarschieren ließen, machten wir nochmal Halt am Sanitärtrakt. Völlig erleichtert traten wir danach im Gänsemarsch den Weg zu unserem Regio-Taxi an.

So, jetzt geht’s Richtung Seeigel und dann in die Kojen. Morgen wartet nochmal ein sportlicher Tag auf uns.

Sommerliche Ostsee – Grüße
Das Tagebuch, Redakteur Gojko Sinde & Team
Bilder: Nico Morawa

PS 1: Wir grüßen nachträglich nochmals alle uns Bekannten, die wir aus der Heimat heute hier getroffen haben. Entschuldigt bitte, dass wir aufgrund der Beobachtung unserer Kinder weniger Aufmerksamkeit für Sie/Euch hatten.

PS2: Das Unwort des Camps ist: Alter. Jeder, der es ausspricht, müsste eigentlich Einen ausgeben. Da wir aber in einem sportlichen Camp mit Kindern sind, werden für jeden ALTER zehn Liegestütze fällig. Wenn wir Samstag hoffentlich gesund zu Hause ankommen, werden wir gestählt sein.

PS 3: Mit diesem letzten PS-Gruß ist es mittlerweile 23:58 Uhr. Der Autor sitzt müde tippend mit dem Laptop auf dem Schoß hinter dem Pressechef, der die Küchencrew ins Camp chauffiert. Gut, dass man so mal bei dieser Splittergruppe lauschen konnte. Der Datenschutz verbietet jegliche Wiedergabe von Gehörtem.

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