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Westlausitzer Fußball Verband

Letzte Fortbildung des Jahres in Laubusch

Autorenbild: Gojko Sinde
Gojko Sinde
vor 1 Stunde
3 Min. Lesezeit

Spaß, Bewegung und jede Menge Tore – Trainerfortbildung bei den Seenlandkickern in Laubusch


15 Nachwuchskicker, Trainer aus zehn Vereinen und viele Erkenntnisse zur Trainingsphilosophie Deutschland


Spaß gehabt, geschwitzt, sich ausgepowert und dabei jede Menge gelernt – so lässt sich die besondere Trainingseinheit bei den Seenlandkickern des SV Laubusch wohl am besten zusammenfassen. 15 Kinder der D-Jugend standen im Mittelpunkt einer praxisnahen Trainerfortbildung, an der Trainer aus insgesamt zehn Vereinen teilnahmen.


Unter der Leitung von Referent Marcus Danz (Vizepräsident des SFV) wurde eine abwechslungsreiche Trainingseinheit nach der „Trainingsphilosophie Deutschland“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durchgeführt. Dabei ging es nicht nur um die sportliche Entwicklung der Kinder, sondern insbesondere darum, wie Trainer durch gezieltes Coaching, kleine Spielformen und methodische Anpassungen ein modernes, kindgerechtes Fußballtraining gestalten können.


Viele Ballkontakte, zahlreiche Torabschlüsse und jede Menge Bewegung


Der Schwerpunkt der 60-minütigen Trainingseinheit lag auf dem Torabschluss sowie dem richtigen Coaching der Kinder. Nach einer kurzen Einführung übernahmen die teilnehmenden Trainer in verschiedenen Gruppen selbst die praktische Durchführung der Übungen.


Zum Einstieg ging es in acht Paarungen im Eins-gegen-eins auf vier Minitore. Durch regelmäßige Wechsel der Spielpartner wurden immer wieder neue Herausforderungen geschaffen. Die Trainer konnten dabei unterschiedliche Coachingmethoden ausprobieren und beobachten, wie sich kleine Veränderungen auf das Verhalten der Kinder auswirkten.


Anschließend wechselten die Nachwuchskicker auf die Jugendtore. In verschiedenen Über- und Unterzahlsituationen entstanden zahlreiche Toraktionen. Gefragt waren schnelle Entscheidungen, mutige Dribblings und zielgerichtete Torabschlüsse.


Ein besonderes Highlight wartete danach auf die Kinder: Erstmals durften sie den nagelneuen Kunstrasenplatz ausprobieren. In zwei sogenannten „Futonauten“ – Spielformen mit vier Seiten und vier Toren – wurden neben den fußballerischen Fähigkeiten auch die Wahrnehmung und das schnelle Treffen von Entscheidungen gefordert. Durch das schrittweise Hinzunehmen von Gegenspielern wurde der Schwierigkeitsgrad immer weiter erhöht.


Zum Abschluss ging es zurück auf das Spielfeld mit den großen Toren. Hier standen erneut intensive Spielformen im Mittelpunkt. Vom Eins-gegen-eins über Eins-gegen-zwei, Zwei-gegen-zwei und Zwei-gegen-drei bis hin zum Drei-gegen-drei, Drei-gegen-vier und Vier-gegen-vier wurde mit viel Einsatz und Begeisterung auf Torejagd gegangen.


Dabei konnten die Trainer verschiedene Stellschrauben ausprobieren: Kontaktbegrenzungen, Zeitvorgaben durch einen Timer, Balldepots, der Einsatz von Torhütern oder eine mögliche Abspielpflicht. Schnell wurde deutlich, wie stark bereits kleine Regelveränderungen das Spielverhalten, die Intensität und die Entscheidungen der Kinder beeinflussen können.


Offener und sachlicher Austausch über den Kinder- und Jugendfußball


Nach der praktischen Trainingseinheit stand der gemeinsame Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Dabei wurden nicht nur die Trainingsinhalte und Coachingmöglichkeiten besprochen, sondern auch aktuelle Herausforderungen im Kinder- und Jugendfußball offen diskutiert.


Marcus Danz, der zugleich ehrenamtlich als Vizepräsident im Sächsischen Fußball-Verband tätig ist, nahm dabei auch kritische Anmerkungen der Trainer auf. Insbesondere die teilweise unklaren Abgrenzungen der Spielstärken zwischen Landesklasse, Kreisliga und Kreisklasse sowie die unterschiedlichen Spielregeln in den einzelnen Fußballverbänden sorgten für Gesprächsstoff.


Als Beispiele wurden unterschiedliche Spielfeldgrößen, eingerückte Tore bis an den Strafraum, verschiedene Torgrößen in der D- und C-Jugend sowie abweichende Regelungen beim Einwurf genannt.


Viele Trainer wünschen sich hier klarere und möglichst einheitliche Regelungen sowie nachvollziehbare Begründungen des DFB, warum bestimmte Veränderungen im Kinder- und Jugendfußball vorgenommen werden.


Wichtig war dabei, dass unterschiedliche Meinungen zugelassen und sachlich diskutiert wurden. Denn gerade der offene Austausch zwischen Trainern aus verschiedenen Vereinen und Spielklassen ist ein wesentlicher Bestandteil einer gelungenen Fortbildung.


Begeisterung für die Sportanlage in Laubusch


Auch abseits des Trainingsplatzes hinterließ die Veranstaltung einen positiven Eindruck. Marcus Danz zeigte sich begeistert von der Sportanlage des SV Laubusch, auf der einst sogar Fußball in der DDR-Liga gespielt wurde. Die traditionsreiche Anlage mit ihrem neuen Kunstrasen bietet heute hervorragende Möglichkeiten für die Nachwuchsarbeit.


Besonders erfreulich war jedoch die Begeisterung der 15 jungen Seenlandkicker. Trotz der intensiven Trainingseinheit waren die Kinder mit großem Einsatz, viel Freude und unermüdlichem Torhunger dabei. Sie zeigten eindrucksvoll, worum es im Kinderfußball gehen sollte: Spaß am Spiel, Bewegung, viele Ballaktionen und die Möglichkeit, sich ohne Angst vor Fehlern weiterzuentwickeln.


Der Westlausitzer Fußballverband (WLFV) bedankt sich herzlich beim SV Laubusch und den Seenlandkickern für die Gastfreundschaft, bei den 15 Nachwuchsfußballern für ihren tollen Einsatz sowie bei allen teilnehmenden Trainern für die aktive Mitarbeit und den offenen Austausch.


Allen Vereinen und ihren Mannschaften wünschen wir weiterhin viel Erfolg, Freude am Fußball und zahlreiche spannende Spiele.


Denn eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Kinder lernen Fußball am besten, wenn sie selbst spielen dürfen!


Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung. Tel. 01754050000


Mit sportlichen Grüßen

Lutz Höfer

 


BEITRÄGE
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